Aktuelle arbeitsmedizinische Studien zeigen, dass bereits nach 60 bis 90 Minuten statischem Sitzen die elektrische Muskelaktivität im oberen Rücken und Schultergürtel um bis zu 40 Prozent abnimmt. Besonders betroffen ist dabei die Brustwirbelsäule, ein biomechanisch zentraler Übergangsbereich zwischen Hals und Lendenwirbelsäule, der für Aufrichtung, Rotation und Atemmechanik essenziell ist.
Wird dieser Bereich dauerhaft immobilisiert, verliert der Körper seine natürliche Fähigkeit zur Selbstregulation. Die Folge sind Verspannungen, Schmerzen zwischen den Schulterblättern und funktionelle Einschränkungen.
Warum Schmerzen zwischen den Schulterblättern entstehen
Schmerzen zwischen den Schulterblättern entstehen in den seltensten Fällen durch strukturelle Schäden. In über 80 Prozent der Fälle handelt es sich um funktionelle Beschwerden, ausgelöst durch ein Zusammenspiel aus Bewegungsmangel, muskulären Dysbalancen und unphysiologischen Alltagsbelastungen.
Typische Ursachen sind:
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Verspannung der Brustwirbelsäule durch dauerhaft gebeugte Sitzhaltung und Rundrücken
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Schulterblatt Schmerzen durch Überlastung von Rhomboiden, Trapezmuskel und Levator scapulae
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Schmerzen im oberen Rücken und Brustbereich durch eingeschränkte Atembewegung und reduzierte Rippenmobilität
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Fehlende aktive Stabilisation bei langem, einseitigem Sitzen
Medizinisch betrachtet verliert die Brustwirbelsäule bei Bewegungsmangel ihre Rotations- und Extensionsfähigkeit. Diese Einschränkung zwingt angrenzende Strukturen zur Kompensation. Schultergelenke und Halswirbelsäule übernehmen Bewegungen, für die sie biomechanisch nicht vorgesehen sind. Genau hier entstehen die bekannten ziehenden, drückenden oder stechenden Schmerzen zwischen den Schulterblättern.

Ein zusätzlicher Verstärker ist der sogenannte Handynacken. Durch die dauerhafte Kopfvorneigung steigt die Last auf die obere Wirbelsäule exponentiell. Bereits bei 30 Grad Vorneigung wirken Kräfte von über 18 Kilogramm auf Nacken und oberen Rücken. Diese Fehlbelastung überträgt sich direkt auf den Schulterblattbereich und verstärkt bestehende Verspannungen der Brustwirbelsäule massiv.
Die Brustwirbelsäule als biomechanischer Schlüssel
Die Brustwirbelsäule besteht aus zwölf Wirbeln und ist der stabilste, aber zugleich beweglichste Abschnitt der Wirbelsäule in Bezug auf Rotation. Sie bildet das Zentrum für:
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aufrechte Haltung
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freie Schulterbewegung
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effiziente Atmung
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Druckverteilung entlang der Wirbelsäule

Wird die Brustwirbelsäule dauerhaft in Beugung gehalten, kommt es zu klar messbaren physiologischen Veränderungen:
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Verkürzung der Brustmuskulatur und vordere Schulterverlagerung
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Abschwächung der tiefen autochthonen Rückenmuskulatur
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eingeschränkte Atemmechanik mit reduzierter Lungenbelüftung
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erhöhter Spannung im Schulterblattbereich
Die Stärkung der Brustwirbelsäule ist daher kein isoliertes Rückentraining, sondern ein zentraler Hebel, um Schulterblatt Schmerzen nachhaltig zu lösen und den gesamten Oberkörper funktionell zu entlasten.

Warum langes und einseitiges Sitzen das Problem verschärft
Sitzen ist nicht per se schädlich. Problematisch wird es dann, wenn Sitzen statisch, einseitig und ohne aktive Bewegung erfolgt. Auf klassischen Bürostühlen nimmt der Körper unbewusst eine Schonhaltung ein. Der Oberkörper sackt zusammen, die Schulterblätter gleiten auseinander, der Brustkorb kollabiert.
Die Konsequenzen sind medizinisch klar belegt:
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Reduktion der Durchblutung im oberen Rücken
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Abnahme der muskulären Grundspannung mit Inaktivität der Haltemuskulatur
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Bildung lokaler Triggerpunkte zwischen den Schulterblättern
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zunehmende Verspannung der Brustwirbelsäule
Arbeitsmedizinische Untersuchungen zeigen deutlich: Nicht die Sitzdauer allein ist entscheidend, sondern die fehlende Bewegungsvielfalt. Monotone Belastung über Stunden führt zu einer Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Genau hier beginnt der Teufelskreis aus Verspannung, Schmerz und weiterer Schonhaltung.
Wie Bergardi gezielt bei Schmerzen zwischen den Schulterblättern hilft
Die Bergardi-Stühle setzen genau an dieser Ursache an. Die Smart Moving Technologie basiert auf einer gezielt geführten lateralen Bewegung auf einer Achse. Diese Bewegung ist biomechanisch präzise definiert und klinisch geprüft.
Die medizinischen Effekte sind klar nachvollziehbar:
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Aktivierung der tiefen Rumpf und Haltemuskulatur
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Verbesserung der Aufrichtung über die Lendenwirbelsäule
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indirekte Mobilisation und Entlastung der Brustwirbelsäule
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Reduktion von Schulterblatt Schmerzen durch optimierte Lastverteilung
Wichtig: Die Bewegung erfolgt nicht unkontrolliert im gesamten Becken, sondern gezielt entlang einer lateralen Achse. Dadurch bleibt der Oberkörper stabil, der Kopf ruhig und arbeitsfähig, während die Wirbelsäule kontinuierlich in physiologischer Bewegung bleibt.
Die Wirksamkeit dieser Mechanik wurde in einer unabhängigen Studie klinisch geprüft. In Studien mit Langsitzerinnen und Langsitzern zeigte sich eine signifikante Reduktion von Rückenspannung, verbesserte Muskelaktivierung und eine deutliche Abnahme von Schmerzen im oberen Rückenbereich. Genau dieser wissenschaftliche Nachweis schafft Vertrauen und unterscheidet Bergardi klar von herkömmlichen Sitzlösungen.
Übungen gegen Schmerzen zwischen den Schulterblättern
Gezielte Übungen verstärken die Effekte des dynamischen Sitzens und beschleunigen die Regeneration.
1. Brustwirbelsäulen Öffnung im Sitzen
Setze dich aufrecht hin, Hände hinter dem Kopf. Atme tief ein, öffne den Brustkorb und ziehe die Ellbogen leicht nach hinten. Beim Ausatmen bleibst du aktiv aufgerichtet.
10 Wiederholungen.

2. Schulterblatt Aktivierung
Ziehe beide Schulterblätter bewusst nach hinten unten, halte die Spannung für 5 Sekunden, löse langsam.
10 Wiederholungen.

3. Rotation der Brustwirbelsäule
Setze dich aufrecht, verschränke die Arme vor der Brust und rotiere langsam nach links und rechts.
Je Seite 8 Wiederholungen.
In Kombination mit einem Bergardi-Stuhl werden diese Übungen besonders effektiv, da die Muskulatur bereits voraktiviert ist.

Mehr Übungen für die Aktivierung der Brustwirbelsäule findest du hier.
Schmerzen im oberen Rücken und Brustbereich ganzheitlich lösen
Ein oft unterschätzter Faktor ist die Atmung. Eine unbewegliche Brustwirbelsäule reduziert die Atemtiefe. Dadurch steigt die Grundspannung im gesamten Oberkörper. Organe wie Lunge und Herz verlieren Raum, die Zwerchfellbewegung wird eingeschränkt.
Dynamisches Sitzen verändert genau das. Durch kontinuierliche Bewegung öffnen sich die Rippenräume, der Brustkorb gewinnt an Volumen. Organe erhalten wieder Platz, die Sauerstoffversorgung verbessert sich messbar. Dieser Effekt ist nicht nur funktionell, sondern spürbar. Viele berichten von freierer Atmung, mehr Energie und deutlich reduzierten Schulterblatt Schmerzen. Hier entsteht der echte WOW Effekt, den statisches Sitzen niemals liefern kann.
Fazit: Bewegung ist die beste Medizin für den oberen Rücken
Schmerzen zwischen den Schulterblättern sind kein Zufall und kein Schicksal. Sie sind das Resultat moderner Sitzgewohnheiten. Die Lösung liegt nicht in passiver Entlastung, sondern in gezielter Bewegung mit Stabilität.
Die Kombination aus:
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Stärkung der Brustwirbelsäule
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aktiver, aufrechter Sitzhaltung
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dynamischem Sitzen mit Bergardi
schafft eine nachhaltige, medizinisch fundierte Lösung für Schulterblatt Schmerzen und Verspannungen im oberen Rücken. Nicht als kurzfristiger Effekt, sondern als tägliche Gesundheitsstrategie.
