Schmerzen im unteren Rücken gehören zu den häufigsten Beschwerden bei Menschen mit Büroarbeit. Besonders Schmerzen im unteren Rücken beim Sitzen sind kein Zufall, sondern die direkte Folge eines ungeeigneten Schreibtischstuhls und fehlender Bewegung. Ein rückenschonender Schreibtischstuhl ist deshalb kein Komfortprodukt, sondern ein zentrales Werkzeug für Rückengesundheit, Leistungsfähigkeit und langfristige Beschwerdefreiheit.
Doch was bedeutet ein Schreibtischstuhl für den Rücken wirklich? Und warum helfen viele Bürostühle trotz Ergonomieversprechen nicht gegen Rückenschmerzen?
Schmerzen im unteren Rücken beim Sitzen: Die medizinische Ursache
Aus medizinischer Sicht ist Sitzen eine dauerhafte Hüftbeugestellung. Dabei wirken mehrere Belastungen gleichzeitig auf den Körper:
- Das Becken kippt häufig nach hinten
- Die natürliche Lordose der Lendenwirbelsäule flacht ab
- Der Druck in den Bandscheiben steigt
- Die tiefe stabilisierende Muskulatur verliert an Aktivität
„Nicht falsches Sitzen ist das Problem – sondern zu starres Sitzen.“
Das erklärt, warum Schmerzen im unteren Rücken oft trotz „guter Haltung“ auftreten.

Studien zeigen, dass bereits nach 20 bis 30 Minuten statischen Sitzens die Aktivität des Musculus multifidus (tiefer, mehrteiliger Rückenmuskel) deutlich abnimmt. Der Musculus multifidus gehört zur tiefen autochthonen Rückenmuskulatur. Genau dieser Muskel ist jedoch entscheidend für die Stabilität der Lendenwirbelsäule.
Wird er dauerhaft inaktiv, entstehen Schmerzen im unteren Rücken, selbst bei jungen und sportlichen Menschen. Das erklärt, warum Rückenschmerzen oft nicht durch falsches Sitzen, sondern durch zu starres Sitzen entstehen.
Warum ein klassischer Bürostuhl Rückenschmerzen begünstigt
Viele Menschen investieren in einen teuren Bürostuhl und wundern sich trotzdem über anhaltende Beschwerden. Der Grund liegt im Sitzkonzept. Ein klassischer Bürostuhl:
- Stützt den Rücken passiv
- Fixiert das Becken
- Fördert Zurücklehnen statt Aufrichtung
- Reduziert die Eigenaktivität der Muskulatur
- Viele Einstellungen und viel Komfort, aber Statisch
Ein Bürostuhl rückenschonend zu nennen, nur weil er weich gepolstert ist, greift zu kurz. Komfort verkauft sich gut, ist aber biomechanisch oft problematisch.
Der Körper wird getragen, statt sich selbst zu stabilisieren. -> Super Satz!!
Ein wirklich rückenschonender Stuhl muss Bewegung ermöglichen, nicht verhindern.

Biomechanische Analysen zeigen, dass stark gepolsterte und tief ausgeformte Sitzflächen die Beckenbeweglichkeit einschränken. Das Becken wird fixiert, wodurch die Lendenwirbelsäule ihre aktive Stabilisierungsarbeit verliert.
Schreibtischstuhl für den Rücken: Was wirklich entscheidend ist
Ein Schreibtischstuhl für den Rücken muss vier zentrale Kriterien erfüllen:
Die Bandscheiben besitzen keine eigene Blutversorgung. Ihre Ernährung erfolgt ausschließlich über Diffusion, also über wechselnde Druck und Entlastungsphasen. Langes, unbewegliches Sitzen erhöht den intradiskalen Druck dauerhaft und unterbricht diesen physiologischen Austausch.
Studien zeigen, dass dynamische Sitzbewegungen den Stoffwechsel der Bandscheiben signifikant verbessern, während statisches Sitzen mit einer schnelleren Degeneration der Bandscheibenstruktur assoziiert ist. Schmerzen im unteren Rücken beim Sitzen sind daher häufig ein frühes Warnsignal biomechanischer Unterversorgung.
1. Aktive Beckenposition
Das Becken ist die Basis der Wirbelsäule. Nur wenn es beweglich bleibt, kann sich die Lendenwirbelsäule natürlich aufrichten. Eine starre Sitzfläche blockiert genau diesen Mechanismus.
2. Bewegung statt Fixierung
Die Wirbelsäule wird über Bewegung ernährt. Bandscheiben besitzen keine eigene Blutversorgung. Sie sind auf Druckwechsel angewiesen, um Nährstoffe aufzunehmen. Ohne Bewegung verschlechtert sich ihre Versorgung messbar.
3. Stabilität trotz Dynamik
Zu viel Instabilität erzeugt Schutzspannung im Nacken und oberen Rücken. Zu wenig Bewegung führt zu Inaktivität. Ein rückenschonender Schreibtischstuhl braucht geführte, kontrollierte Bewegung.
4. Automatische Aufrichtung
Niemand sitzt acht Stunden bewusst korrekt. Ein guter Schreibtischstuhl unterstützt den Rücken so, dass die Haltung automatisch verbessert wird.

Rückenschonender Schreibtischstuhl im Alltag: Warum Bewegung entscheidend ist
„Die nächste Bewegung ist immer die beste Haltung.“
Ein rückenschonender Stuhl sorgt nicht dafür, dass du perfekt sitzt, sondern dass du ständig minimal in Bewegung bleibst. Diese Mikrobewegungen:
- ✓aktivieren die tiefe Rückenmuskulatur
- ✓verbessern die Durchblutung
- ✓senken den Druck auf Bandscheiben
-
✓reduzieren Schmerzen im unteren Rücken beim Sitzen
Warum Rückenschmerzen heute anders verstanden werden müssen
Moderne Rückenschmerzforschung betrachtet Schmerzen im unteren Rücken nicht mehr isoliert strukturell. In über 85 Prozent der Fälle lassen sich keine eindeutigen bildgebenden Schäden finden. Stattdessen stehen veränderte Bewegungsmuster, muskuläre Inaktivität und gestörte Belastungsverteilung im Fokus. Ein rückenschonender Schreibtischstuhl muss deshalb nicht reparieren, sondern regulieren.
Wie Bergardi als Schreibtischstuhl den Rücken entlastet
Bergardi verfolgt einen konsequent medizinischen Ansatz. Die Stühle wurden nicht (nur) als Möbel, sondern als bewegungsgeführte Sitzsysteme entwickelt. Die patentierte Smart Moving Technologie ermöglicht eine kontrollierte laterale Bewegung aus dem Becken heraus. Dabei bleibt der Oberkörper stabil, während die Lendenwirbelsäule gezielt aktiviert wird.
Das bewirkt:
- Aktivierung der tiefen LWS Muskulatur
- automatische Aufrichtung des Beckens
- Reduktion von Schmerzen im unteren Rücken
- weniger Ermüdung im Arbeitsalltag
In einer unabhängigen klinischen Untersuchung zeigte sich: 76 Prozent weniger Rückenschmerzen nach 6 Wochen Nutzung sowie eine deutliche Reduktion der Sitzermüdung.
Bergardi eignet sich sowohl als Schreibtischstuhl für den Rücken im Büro, im Homeoffice als auch für medizinische Arbeitsplätze.
Zur klinischen Studie von Bergardi
Rückenschonender Stuhl: Sattelstuhl oder Ergostuhl?
Der Sattelstuhl von Bergardi
Der Sattelstuhl richtet das Becken automatisch auf. Die Hüften stehen höher als die Knie, wodurch die Lendenwirbelsäule ihre natürliche Form einnimmt.
Vorteile:
- stärkste Aufrichtung
- maximale Aktivierung der Rückenmuskulatur
- ideal bei starken Schmerzen im unteren Rücken
Hinweis: Die Eingewöhnung an die Sitzfläche dauert einige Wochen, vergleichbar mit Radfahren oder Reiten.

Der Ergostuhl von Bergardi
Der Ergostuhl kombiniert eine klassische Sitzform mit aktiver Bewegung. Er ist ideal für Menschen, die einen rückenschonenden Bürostuhl suchen, ohne ihre Sitzgewohnheiten komplett umzustellen.
Vorteile:
- angenehm für lange Arbeitstage
- dynamischer als herkömmliche Bürostühle
- gute Balance aus Komfort und Aktivität

Weiterlesen: Schreibtischstuhl rückenschonend auswählen
In diesem Blog erfährst du, was beim Kauf eines Schreibtischstuhls zu beachten ist.
Fazit: Der richtige Schreibtischstuhl entscheidet über deinen Rücken
Ein Schreibtischstuhl für den Rücken muss mehr können als gut aussehen. Er entscheidet darüber, ob dein Arbeitsalltag Rückenschmerzen verstärkt oder reduziert.
Schmerzen im unteren Rücken beim Sitzen entstehen nicht durch mangelnde Disziplin, sondern durch falsche Sitzsysteme.
Ein rückenschonender Schreibtischstuhl integriert Bewegung automatisch in den Alltag und entlastet die Wirbelsäule dort, wo sie täglich belastet wird. Bergardi zeigt, dass gesundes Sitzen kein Zwang ist, sondern eine Frage des richtigen Konzepts.
