Beckenboden trainieren

Die Bedeutung eines starken Beckenbodens

Veröffentlicht am von Thomas Riegler

Zuletzt aktualisiert am

Viele Menschen wissen nicht genau, was der Beckenboden ist, wofür er benötigt wird oder wie man ihn trainiert. In diesem Blogbeitrag beantworten wir diese Fragen und zeigen zusätzlich, wie die ergonomischen und aktiven Büro- und Sattelstühle von Bergardi den Beckenboden ganz nebenbei im Sitzen trainieren können.

Beckenboden Rumpfstabilität Training im Sitzen
Der Beckenboden erklärt - Lage und Funktion im Körper

Was ist der Beckenboden und wofür wird er benötigt?

Der Beckenboden besteht aus einer Gruppe von Muskeln und Bindegewebe, die am unteren Ende des Beckens zwischen Schambein und Steißbein sitzen. Diese Muskeln bilden eine Art Hängematte, die die Organe im Becken stützt und dabei hilft, die Kontrolle über Blase und Darm zu behalten. Ein gut trainierter Beckenboden ist entscheidend für die Stabilität und Funktionalität des gesamten Rumpfes.

Ein gesunder Beckenboden ist unerlässlich für verschiedene körperliche Funktionen:

  • 🔍Stabilisierung der Organe: Der Beckenboden unterstützt Blase, Gebärmutter und Darm und verhindert deren Senkung.
  • 🔍Kontinenz: Er spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Blasen- und Darmfunktion.
  • 🔍Sexuelle Gesundheit: Ein starker Beckenboden kann die sexuelle Empfindsamkeit und Leistungsfähigkeit verbessern.
  • 🔍Körperhaltung und Stabilität: Er trägt zur Stabilisierung der Wirbelsäule und des Beckens bei und beeinflusst die gesamte Körperhaltung.

Nicht nur für Frauen: Auch wenn der Beckenboden oft im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt genannt wird, ist ein starker Beckenboden für alle Menschen wichtig – unabhängig von Geschlecht oder Alter. Bei Männern spielt er zum Beispiel eine wichtige Rolle für die Kontinenz nach Prostata-Operationen.

Anzeichen eines schwachen Beckenbodens

Ein geschwächter Beckenboden macht sich oft schleichend bemerkbar, wird dabei aber häufig anderen Ursachen zugeschrieben. Typische Anzeichen sind:

  • Ungewollter Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport (Belastungsinkontinenz)
  • Ein Schwere- oder Druckgefühl im Unterleib, besonders am Ende des Tages
  • Rückenschmerzen im unteren Bereich, die trotz üblicher Maßnahmen nicht besser werden
  • Eine instabile Körpermitte, die sich bei Belastung oder ungewohnten Bewegungen zeigt

Diese Symptome betreffen längst nicht nur Frauen nach der Geburt. Auch chronisches Sitzen, Übergewicht, starker Husten oder einseitige sportliche Belastung können die Beckenbodenmuskulatur über Jahre hinweg schwächen, ohne dass es zunächst auffällt.


Wie trainiert man den Beckenboden?

Das Training des Beckenbodens ist einfacher als viele denken. Hier sind zwei effektive Methoden:

Pilates und Yoga
Diese Praktiken enthalten häufig Übungen, die den Beckenboden stärken, wie das Anspannen und Heben der Beckenmuskulatur während der Übungen.

Yoga zwischen dem Sitzen zur Stärkung des Beckenbodens

Alltagsintegration
Auch im Alltag kann man den Beckenboden trainieren, indem man bewusst die Muskulatur beim Sitzen oder Stehen anspannt.


Praktische Tipps für einen starken Beckenboden im Alltag

Neben gezielten Übungseinheiten machen vor allem kleine, konsequent umgesetzte Gewohnheiten den Unterschied. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Hebel zusammen, mit denen du deinen Beckenboden Tag für Tag unterstützt, ohne dass es sich wie zusätzliches Training anfühlt:

Infografik: Tipps für einen starken Beckenboden
  • Richtig husten und niesen: Beckenboden bewusst anspannen, bevor der Druck entsteht – das schützt vor ungewolltem Urinverlust und trainiert gleichzeitig die reflexartige Aktivierung.
  • Rückenschonend heben: Beim Heben schwerer Gegenstände ausatmen und den Beckenboden aktiv mitspannen, statt zu pressen.
  • Auf die Körperhaltung achten: Ein aufrechtes Becken entlastet die Beckenbodenmuskulatur, während ein Rundrücken oder ein nach hinten gekipptes Becken sie zusätzlich belastet.
  • Übergewicht reduzieren: Weniger Druck von oben bedeutet weniger Dauerbelastung für den Beckenboden.
  • Nicht auf Vorrat pressen: Vermeide es, beim Toilettengang unnötig zu pressen – das schwächt die Muskulatur auf Dauer.
  • Regelmäßige Bewegungspausen: Langes, starres Sitzen erhöht den Druck im Beckenbereich. Kurze Positionswechsel und dynamisches Sitzen wirken dem entgegen.

Kombination macht den Unterschied: Keiner dieser Tipps ersetzt gezieltes Training vollständig, aber gemeinsam sorgen sie dafür, dass die Fortschritte aus Pilates, Yoga oder bewusstem Anspannen im Alltag nicht durch schädliche Gewohnheiten wieder zunichtegemacht werden.


Wie trainiert man den Beckenboden mit einem Bergardi-Stuhl?

Die ergonomischen Aktivstühle von Bergardi bieten eine einzigartige Möglichkeit, den Beckenboden zu trainieren, während man sitzt. Die Stühle sind so konzipiert, dass sie die natürliche Bewegung des Körpers fördern und so die Beckenbodenmuskulatur stimulieren. Besonders der Sattelstuhl Aurelia ist darauf ausgelegt, durch die Sattelform eine gesunde Beckenhaltung zu unterstützen und den Beckenboden zu stärken.

Beckenbodentraining mit dem Bergardi-Stuhl
Der Sattelstuhl Aurelia hält das Becken in einer stabilen Position und trainiert den Beckenboden mit umfassenden Bewegungen.
  • Dynamisches Sitzen: Die Stühle ermöglichen es, in Bewegung zu bleiben, auch wenn man sitzt. Durch die Pendelmechanik werden kleine, kontinuierliche Bewegungen gefördert, die den Beckenboden aktivieren und stärken. Mit jeder Pendelbewegung werden ca. 20 cm an Weg zurückgelegt. Diese dynamische Bewegung stärkt langfristig.
  • Ergonomisches Design: Die ergonomische Gestaltung sorgt dafür, dass die Sitzposition optimal ist, um den Beckenboden zu entlasten und gleichzeitig zu trainieren. Durch das ergonomische Design ist der Unterkörper leicht nach vorne geneigt. Dies führt dazu, dass das Becken in einer aufrechten Position bleibt und die Wirbelsäule somit stabilisiert wird.
  • Langanhaltende Effekte: Regelmäßiges Sitzen auf einem Bergardi-Stuhl kann langfristig zur Stärkung des Beckenbodens beitragen. Man spricht also von einem "Training im Sitzen" – auch wenn nicht aktiv Fitnessübungen durchgeführt werden, werden beim Sitzen auf dem Bergardi-Stuhl Mikromuskeln beansprucht und während dem Sitzen trainiert.

Aufrechtes Sitzen am Bergardi-Stuhl

Ein Stuhl zum gerade Sitzen: Durch das aufrechte Sitzen am Bergardi-Stuhl werden nicht nur Rückenschmerzen reduziert, sondern auch die Muskeln des Beckenbodens aktiviert. Dies wird durch das ergonomische Design der dynamischen Stühle ermöglicht, indem eine bewegliche Sitzfläche die Beckenbodenmuskulatur stimuliert.

Mit dem Sattelstuhl Aurelia wird die Hüfte durch seine sattelförmige Sitzfläche leicht nach vorne gebeugt. Dadurch kommt es zu einer aufrechteren Haltung, und der Körper wird in einen Winkel zwischen 100 und 135 Grad aufrecht gebracht. Dieser Sattelstuhl ist speziell effektiv bei höhenverstellbaren Tischen, um zwischen Sitzen und Stehen zu variieren.

Auf dem dynamischen Bürostuhl Aurelius sitzt man, anders als beim Sattelstuhl Aurelia, auf einer geraden Sitzfläche. Mit diesem Stuhl kann man ebenso den Rumpfbereich trainieren. Der Körper wird auch bei diesem Stuhl in eine aufrechte Haltung gebracht, genauer gesagt sitzt man in einem ca. 90-Grad-Winkel aufrecht. Der Aurelius eignet sich für alle, die keinen klassischen Schreibtisch über 80 cm Höhe haben oder nicht im medizinischen Bereich tätig sind.

Bergardi-Stuhl Demonstration beim Beckenbodentraining

Die beweglichen und ergonomischen Stühle von Bergardi bieten zahlreiche Vorteile:

  • Förderung der natürlichen Beckenposition: Die Sattelform der Stühle sorgt dafür, dass das Becken in einer natürlichen Position bleibt, was die Belastung auf den Beckenboden reduziert. Auch beim ergonomischen Bürostuhl Aurelius werden gute Effekte erzielt, jedoch ist die Sitzform nicht wie ein Sattel geneigt, sondern gerade.
  • Stärkung der Beckenbodenmuskulatur: Durch die aktive Sitzhaltung und das gerade, gesunde Sitzen werden die Muskeln des Beckenbodens gestärkt.
  • Verbesserte Körperhaltung: Die dynamischen Stühle fördern eine aufrechte Körperhaltung, was sich positiv auf die gesamte Wirbelsäule auswirkt.
  • Erhöhte Beweglichkeit: Auch während des Sitzens bleibt der Körper in Bewegung, was zu einer besseren Durchblutung und weniger Verspannungen führt. Die Lockerung der Muskulatur trägt maßgeblich zur erhöhten Beweglichkeit des Rückens und des Rumpfes bei und verringert Schmerzen.

Fazit

Der Beckenboden ist ein essenzieller Bestandteil des menschlichen Körpers, dessen Gesundheit oft übersehen wird. Durch gezieltes Training und die Integration von aktiv-dynamischen Sitzmöbeln wie dem Sattelstuhl und dem Ergonomiestuhl von Bergardi kann jeder die Vorteile eines starken und gesunden Beckenbodens genießen. Insbesondere für Frauen ist ein starker Beckenboden wichtig, um eine schnelle Genesung nach der Geburt zu ermöglichen – aber auch für Männer und alle, die viel sitzen, lohnt sich ein bewusstes Training.

Investiere in deine Gesundheit, indem du auf ergonomische Büromöbel setzt und gezielte Beckenbodenübungen in deinen Alltag integrierst. Dein Körper wird es dir danken!


Häufige Fragen

Was ist der Beckenboden und wofür ist er wichtig?

Der Beckenboden ist eine Gruppe von Muskeln und Bindegewebe zwischen Schambein und Steißbein. Er stützt die Organe im Becken, kontrolliert Blase und Darm und stabilisiert die Wirbelsäule sowie die gesamte Körperhaltung.

Ist Beckenbodentraining nur für Frauen wichtig?

Nein. Auch Männer profitieren von einem starken Beckenboden, etwa für die Kontinenz nach Prostata-Operationen oder für eine bessere Rumpfstabilität im Alltag.

Wie kann ich den Beckenboden im Alltag trainieren?

Neben gezielten Übungen wie Pilates oder Yoga hilft schon bewusstes Anspannen der Beckenbodenmuskulatur beim Sitzen oder Stehen. Ein dynamischer Stuhl wie der Bergardi-Sattelstuhl trainiert die Muskulatur zusätzlich passiv mit.

Wie hilft ein Bergardi-Stuhl beim Beckenbodentraining?

Die Pendelmechanik erzeugt kontinuierliche kleine Bewegungen im Sitzen, die den Beckenboden aktivieren. Gleichzeitig hält die Sattelform das Becken in einer natürlichen, aufrechten Position – ein "Training im Sitzen", ganz ohne Extraaufwand.



Quellen & Studien

  1. Bergardi intern: Unabhängige klinische Studie der FH Gesundheitsberufe OÖ zu Rückenschmerzen und Müdigkeit bei Nutzung der Bergardi Aktivstühle.

Hinweis zur Bildgestaltung

Einige der in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

FAQs zum Beckenboden

Woran erkenne ich einen schwachen Beckenboden?

Typische Anzeichen sind ungewollter Urinverlust beim Husten, Niesen oder Springen, ein Schweregefühl im Unterleib oder das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können. Bei anhaltenden Beschwerden hilft eine Abklärung durch Beckenbodentherapeut:innen oder Gynäkolog:innen.

Wie lange dauert es, bis Beckenbodentraining wirkt?

Erste spürbare Verbesserungen zeigen sich meist nach 4 bis 6 Wochen regelmäßigen Trainings, eine deutliche Kräftigung nach etwa 3 Monaten. Wichtig ist dabei Kontinuität statt Intensität.

Reicht Sitzen auf einem Bergardi-Stuhl allein für ein starkes Beckenboden-Training?

Das dynamische Sitzen aktiviert die Beckenbodenmuskulatur passiv und ergänzt gezieltes Training sinnvoll, ersetzt es aber nicht vollständig. Für einen spürbar stärkeren Beckenboden empfiehlt sich die Kombination aus bewusstem Training (z. B. Pilates) und einem aktiv-dynamischen Sitzalltag.

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