Lendenwirbelsäule Schmerzen: Diese 3 Ursachen werden oft übersehen

LWS-Schmerzen: Diese 3 Ursachen werden meist übersehen

Veröffentlicht am von Thomas Riegler

Zuletzt aktualisiert am

Ehrlich: Bei uns allen zwickt es mal im Rücken. Die gute Nachricht: Die meisten Rückenschmerzen sind unspezifisch und verschwinden nach wenigen Tagen mit etwas Bewegung, Entlastung und Geduld von selbst. Es gibt aber auch weniger bekannte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule, die häufig auftreten und massive Auswirkungen auf den Alltag haben können, aber selten diagnostiziert werden, bevor die Beschwerden chronisch geworden sind.


1. Welche Schmerzen habe ich? Die wichtigsten LWS-Erkrankungen im Überblick

Ehrlich: Bei uns allen zwickt es mal im Rücken.

Die gute Nachricht: Die meisten Rückenschmerzen sind unspezifisch und verschwinden nach wenigen Tagen mit etwas Bewegung, Entlastung und Geduld von selbst.

Aber es gibt auch andere, weniger bekannte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule, die häufig auftreten und massive Auswirkungen auf dein Leben haben können.

Bei Bergardi treffen wir täglich Menschen mit genau solchen Problemen. Sie kommen mit Schmerzen, die sie oft jahrelang begleitet haben. Vielleicht findest du dich in den folgenden Beschreibungen wieder und kannst deine Beschwerden besser einordnen.

Wenn du dich mit den Symptomen identifizierst, kontaktiere bitte einen Osteopathen oder Physiotherapeuten. Dieser kann ein Therapieprogramm für dich erstellen und dich aufklären, ob sich beispielsweise ein Bergardi-Stuhl für dich eignet.


2. Spinalkanalstenose: Enge im Rücken erkennen

Spinalkanalstenose erklärt

Was ist das?

Die Spinalkanalstenose ist eine degenerative Erkrankung, bei der sich der Wirbelkanal in der Lendenwirbelsäule verengt. Der Spinalkanal ist jener Raum in der Wirbelsäule, durch den das Rückenmark sowie die abgehenden Nervenwurzeln verlaufen. Wird dieser Kanal durch altersbedingte Veränderungen wie Knochenwucherungen (Spondylophyten), verdickte Bänder (Ligamentum flavum) oder Bandscheibenvorwölbungen verengt, kann es zu einem mechanischen Druck auf die Nervenstrukturen kommen.

Dadurch entstehen Irritationen, Mangeldurchblutung und Entzündungsprozesse an den betroffenen Nerven mit negativen Folgen für Mobilität und Lebensqualität.

Häufigkeit:

Etwa 20–25 % der Über-60-Jährigen, aber auch jüngere Menschen können durch wiederholte Überlastung, Fehlhaltungen oder fortgeschrittenen Bandscheibenverschleiß entsprechende Symptome entwickeln, etwa nach jahrelanger sitzender Tätigkeit oder intensiver körperlicher Belastung.

Symptome:

  • Belastungsabhängige Schmerzen in den Beinen oder im unteren Rücken („Schaufensterkrankheit")
  • Besserung beim Sitzen oder beim Vorbeugen (z. B. Fahrradfahren)
  • Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schwächegefühl in den Beinen
  • Unsicherer Gang, Stolpern, schnelle Ermüdung

Wie hilft Bergardi? Die dynamische Smart Moving Technologie entlastet die Nerven, fördert die Durchblutung und reduziert den Druck im LWS-Bereich. So werden Symptome wie Taubheit oder Schmerz spürbar gelindert.

Factsheet

Spinalkanalstenose

Verengung des Wirbelkanals · betrifft ca. 20–25 % der Über-60-Jährigen · Leitsymptom: belastungsabhängige Beinschmerzen, Besserung beim Vorbeugen


3. Spondylolisthesis (Gleitwirbel): Instabilität verstehen

Gleitwirbel erklärt

Was ist das?

Die Spondylolisthesis, auch als Gleitwirbel bekannt, bezeichnet das Verrutschen eines Wirbelkörpers nach vorne über den darunterliegenden Wirbel. Dies betrifft häufig die Lendenwirbelsäule, am häufigsten den Bereich von L5/S1.

Es gibt zwei Hauptursachen:

  • Degenerative Spondylolisthesis: Entsteht durch altersbedingten Verschleiß von Bandscheiben und kleinen Wirbelgelenken. Die stabilisierenden Strukturen geben nach – meist tritt dies ab dem 50. Lebensjahr auf.
  • Isthmische Spondylolisthesis: Folge eines Defekts oder Bruchs im Pars interarticularis, also im Wirbelbogen. Diese Form tritt auch bei jüngeren, aktiven Personen auf, etwa durch Mikrotraumata (z. B. im Turnen oder Gewichtheben).

In beiden Fällen führt das Abgleiten zu einer Instabilität der Wirbelsäule, die umliegende Muskulatur reagiert mit Schutzspannung, und Nerven können irritiert oder eingeengt werden.

Warum häufiger bei Frauen? Aufgrund hormoneller Umstellungen und einem anderen Beckenaufbau sind Frauen nach der Menopause besonders anfällig.

Symptome:

  • Tiefsitzende Rückenschmerzen, insbesondere morgens oder nach längerem Sitzen
  • Gefühl von „wackelndem Rücken" oder Instabilität beim Aufstehen
  • Bei starker Ausprägung: ausstrahlende Schmerzen in Gesäß oder Beine, ähnlich wie bei einem Bandscheibenvorfall
  • Teilweise Taubheitsgefühle oder Bewegungsangst durch Unsicherheit in der Lendenregion

Kundenerfahrung mit Bergardi-Stuhl: Auf einer Messe schilderte uns eine Kundin, dass sie seit Jahren unter Wirbelgleiten und schiefer Haltung leidet und Schmerzen in den Beinen verspürt. Trotz Physioeinheiten war langes Sitzen unmöglich. Der Sattelstuhl sorgte für mehr Stabilität und weniger Schmerzen im Alltag. Nach mehreren Wochen auf dem Bergardi-Sattelstuhl konnte sie wieder über 2 Stunden schmerzfrei sitzen. Besonders das aufrechte Sitzgefühl und die sanfte, unterstützende Bewegung gaben ihr Sicherheit zurück, ohne ausstrahlende Schmerzen.

Wie hilft Bergardi?

Die kontrollierte Mikrobewegung unserer Smart Moving Technologie aktiviert die tiefen Stabilisatoren der Wirbelsäule, darunter den Musculus multifidus und den transversus abdominis, zwei Schlüsselmuskelgruppen für Wirbelstabilität.

  • Durch das aktive Ausbalancieren auf dem Sattelstuhl trainiert man diese Muskeln im Alltag, ohne Aufwand, aber mit nachweislichem Effekt.
  • Die aufrechte Sitzhaltung entlastet die vordere Wirbelkante, wo beim Gleiten Druck entsteht.
  • Regelmäßige Mikroimpulse fördern Bewegungskontrolle, reduzieren Verspannungen und helfen, die Rumpfspannung gezielt zu halten, besonders wichtig bei Instabilität.
Factsheet

Gleitwirbel

Verrutschen eines Wirbelkörpers, meist L5/S1 · degenerativ (ab 50) oder isthmisch (auch bei Jüngeren) · Leitsymptom: „wackelnder Rücken", morgendliche Tiefenschmerzen


4. Myofasziales Schmerzsyndrom: Verspannung als Schmerzursache

 

Myofasziales Schmerzsyndrom erklärt

Was ist das?

Das myofasziale Schmerzsyndrom (MSS) ist eine der häufigsten, aber oft übersehenen Ursachen chronischer Rückenschmerzen. Es beschreibt lokale Muskelverhärtungen, sogenannte Triggerpunkte, die durch Überlastung, Stress oder Fehlhaltungen entstehen, und Schmerzen in ganz andere Körperbereiche ausstrahlen können.

Das Tückische: Ein kleiner, verhärteter Muskelstrang kann Schmerzen im Gesäß, Bein oder sogar bis zur Wade auslösen, obwohl die eigentliche Ursache im unteren Rücken liegt.

Zusätzlich spielt die Faszienstruktur eine große Rolle: Verklebungen und schlechte Durchblutung der myofaszialen Netzwerke führen zu chronischer Spannung, Sauerstoffmangel und Schmerz.

Wer ist betroffen?

Hauptsächlich Menschen mit längerer statischer Belastung:

  • Büroarbeiter:innen mit eingeschränkter Bewegungsvielfalt
  • Zahnärzt:innen und medizinisches Fachpersonal, die stundenlang in geneigter Haltung arbeiten
  • Berufskraftfahrer:innen
  • Selbst sportlich aktive Menschen mit muskulären Dysbalancen

Besonders gefährdet sind Menschen, die Stress nicht durch Bewegung abbauen, denn Stress aktiviert die Schutzspannung der Muskulatur zusätzlich.

Symptome:

  • Druckempfindliche Muskelbereiche, besonders entlang der Lenden- und Gesäßmuskulatur
  • Schmerzen mit Ausstrahlung, z. B. in Oberschenkel, Kreuzbein oder sogar in den Fuß
  • Bewegungseinschränkungen, v. a. bei Rotation und Vorbeugen
  • Chronische Müdigkeit, da der Körper ständig gegen unerkannte Spannung „arbeitet"

Wie hilft Bergardi? Durch die bewegliche Sitzfläche wird die Durchblutung der Muskeln verbessert, Verspannungen lösen sich auf, neue Triggerpunkte werden vermieden. Die Sitzlösungen sind speziell darauf ausgelegt, mikrobewegliche Impulse im Becken- und Lendenbereich zu fördern, also genau dort, wo das MSS am häufigsten entsteht.

Factsheet

Myofasziales Schmerzsyndrom

Triggerpunkte in verhärteter Muskulatur · häufig bei Büroarbeit, medizinischem Personal, Berufskraftfahrer:innen · Leitsymptom: ausstrahlende Schmerzen, chronische Müdigkeit


5. Warum Bewegung der Schlüssel zur Linderung ist

Viele denken: „Ein ergonomischer Stuhl muss bequem sein." Doch für nachhaltige Gesundheit braucht es mehr:

Klassisches Sitzen Aktives Sitzen (mit Bergardi)
Starre Haltung Mikro-Bewegung
Ungleichmäßige Belastung Druckverteilung
Verspannte Muskeln Aktive Entlastung
Ermüdung und Schmerzen Energie & Stabilität
HaltungStarr → Mikro-Bewegung
BelastungUngleichmäßig → Druckverteilung
MuskulaturVerspannt → Aktive Entlastung
ErgebnisErmüdung → Energie & Stabilität

Die innovative Smart Moving Technologie fördert eine gesunde Haltung, trainiert die tiefliegende Muskulatur und ermöglicht Bewegung ganz automatisch, ohne Überforderung.

Aktuelle Studienlage: Eine unabhängige klinische Studie der FH Gesundheitsberufe OÖ zeigt bei Nutzung eines Bergardi-Aktivstuhls über sechs Wochen eine Reduktion von Rückenschmerzen um bis zu 76 % und der Müdigkeit um bis zu 37 %. Diese Effekte werden auf die durchblutungsfördernde Wirkung des dynamischen Sitzens und die kontinuierliche Aktivierung der tiefen Rumpfmuskulatur zurückgeführt, genau jene Mechanismen, die auch bei Spinalkanalstenose, Gleitwirbel und myofaszialem Schmerzsyndrom eine Rolle spielen.

6. Fazit: Beschwerden erkennen, Entlastung schaffen

Ob Spinalkanalstenose, Gleitwirbel oder myofasziales Schmerzsyndrom, LWS-Schmerzen können belastend sein, aber du bist ihnen nicht hilflos ausgeliefert.

Mit der richtigen Bewegung und den passenden Tools im Alltag, wie dem Bergardi-Stuhl, kannst du Schmerzen lindern, deine Rumpfmuskulatur stärken und langfristig wieder aufrichten.

Was sonst noch hilft: Regelmäßige Spaziergänge, wärmende Maßnahmen (z. B. Kirschkernkissen) bei muskulären Verspannungen und gezielte Physiotherapie können zusätzlich zur Linderung beitragen. Auch bewusste Pausen und das Vermeiden langer Sitzphasen wirken präventiv und nachhaltig.

Unser Tipp: Kombiniere aktives Sitzen mit kleinen Bewegungseinheiten über den Tag verteilt, dein Rücken wird es dir danken.

Quellen & Studien

  1. Unabhängige klinische Studie der FH Gesundheitsberufe OÖ zum Bergardi-Aktivstuhl.
  2. Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU): Leitlinie Rückenschmerzen.
  3. Gelenk-Klinik: Fachinformationen zu Spinalkanalstenose und Spondylolisthesis.

Hinweis zur Bildgestaltung: Einige der in diesem Beitrag verwendeten Bilder wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Mehr zu LWS-Schmerzen

Woran erkenne ich, ob meine Rückenschmerzen auf eine Spinalkanalstenose zurückgehen?

Ein typisches Warnzeichen ist die sogenannte „Schaufensterkrankheit“: Schmerzen oder Schwäche in den Beinen, die beim Gehen zunehmen und sich beim Sitzen oder Vorbeugen bessern. Wenn zusätzlich Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Beinen auftreten, solltest du das ärztlich abklären lassen.

Ist ein Gleitwirbel gefährlich?

Ein Gleitwirbel (Spondylolisthesis) ist in den meisten Fällen nicht akut gefährlich, kann aber zu spürbarer Instabilität und ausstrahlenden Schmerzen führen. Entscheidend ist eine frühzeitige Stabilisierung der Rumpf- und Rückenmuskulatur, um ein weiteres Fortschreiten zu vermeiden.

Warum wird das myofasziale Schmerzsyndrom so oft übersehen?

Weil die Schmerzen häufig nicht am Ort ihrer Entstehung auftreten, sondern in andere Körperregionen wie Gesäß, Oberschenkel oder Wade ausstrahlen. Ohne gezielte Abtastung der Triggerpunkte wird die eigentliche Ursache im unteren Rücken leicht übersehen.

Kann ein Bergardi-Sattelstuhl diese Erkrankungen heilen?

Nein, ein Sattelstuhl ersetzt keine medizinische Behandlung. Er kann aber durch kontinuierliche Mikrobewegung, verbesserte Durchblutung und Aktivierung der tiefen Rumpfmuskulatur begleitend zur Linderung von Symptomen beitragen und wirkt präventiv gegen erneute Verspannungen.

Welche Rolle spielt Bewegung bei LWS-Erkrankungen wirklich?

Bewegung ist bei fast allen Lendenwirbelsäulen-Beschwerden der wichtigste Baustein der Behandlung. Sie fördert die Durchblutung, aktiviert die stabilisierende Tiefenmuskulatur wie den Musculus multifidus und verhindert, dass sich Muskulatur und Faszien durch Schonhaltung weiter verspannen.

Wann sollte ich bei Lendenwirbelsäulen-Schmerzen unbedingt einen Arzt aufsuchen?

Bei anhaltenden Taubheitsgefühlen, deutlicher Schwäche in den Beinen, unsicherem Gangbild, Schmerzen nach einem Unfall oder Beschwerden, die trotz Bewegung und Entlastung länger als zwei bis drei Wochen bestehen, ist eine ärztliche oder physiotherapeutische Abklärung notwendig.

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